Belegerteilungsverpflichtung für Barzahlungen

Ab 1.1.2016 gilt eine Belegerteilungsverpflichtung für Barzahlungen auch für Vermieter und Verpächter. Für jede bar bezahlte Miete bzw. Pacht (BK-Nachzahlungen usw.) müssen Sie dem Mieter einen Beleg aushändigen. Jeder Beleg muss folgenden Inhalt aufweisen:

  • Ihren Namen;  
  • eine fortlaufende Nummer;
  • den Tag der Belegausstellung;  
  • die Menge und handelsübliche Bezeichnung der Ware oder Dienstleistung, z.B. BK-Nachzahlung 2015.
  • den Betrag der Barzahlung;

Vom Beleg muss der Unternehmer eine Durchschrift oder elektronische Abspeicherung machen und wie alle Buchhaltungsunterlagen sieben Jahre aufbewahren.

Der Mieter muss den Beleg nicht aufbewahren, er kann ihn wegwerfen, kaum dass er bei Ihrer Tür draußen ist, aber zu Beweiszwecken für die Zahlung wird er ihn brauchen und daher drei Jahre lang aufbewahren.

Die Registrierkassenpflicht gilt nicht für Vermieter und Verpächter iSd §§ 2 Abs 3 Z 6 und § 28 EStG, sondern nur für die Einkunftsarten gemäß § 2 Abs. 3 Z 1 bis 3 EStG 1988 (Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, aus selbständiger Arbeit und aus Gewerbebetrieb). Vermieter, die als Unternehmer im Sinne des § 1 Konsumentenschutzgesetz gelten (weil sie mehr als fünf Wohnungen oder Geschäfte vermieten) werden in Zeitungen oft irrtümlich bzw. missverständlich als „gewerbliche“ Vermieter bezeichnet, was aber nichts mit einem Gewerbetreibenden im Sinne des Einkommenssteuergesetzes oder der Gewerbeordnung zu tun hat.

von Dr. Ernst Mayrhofer, BV Linz